Zevalintherapie

Nuklearmedizin

Direktor:
Prof. Dr. med. Torsten Kuwert

Therapie mit Rituximab und Radioimmuntherapie mit 90Yttrium-Zevalin beim B-Zell-Non-Hodgkin-Lymphom (NHL).

Verfahren und Indikation:

Die Therapie mit 90Yttrium-Zevalin wird bei Patienten mit CD-20 positivem Non-Hodgkin-Lymphom, bei dem es nach Therapie mit Rituximab zu einem Rezidiv gekommen ist oder durch die Rituximab-Therapie keine ausreichende Wirkung erzielt werden konnte. Ebenfalls ist der Einsatz möglich als Erhaltungstherapie nach Remissionsinduktion mit Rituximab. Die Indikation zur Therapie wird gemeinsam durch den behandelnden Hämatoonkologen und den Nuklearmediziner gestellt.

Behandelte Tumorentitäten:

Unter dem Überbegriff Non-Hodgkin-Lymphome werden alle bösartigen Neubildung von Lymphknoten und des lymphatischen Systems zusammengefasst die kein Morbus Hodgkin sind. Zur Behandlung mit Rituximab oder radioaktiv markiertem Rituximab (Zevalin) sind als besondere Untereinheit CD-20 positive follikuläre NHL geeignet. Rituximab stellt einen Antikörper gegen das Oberflächenmolekül CD 20 der Tumorzellen dar. Der Antikörper bindet an die Tumorzellen und bewirkt über verschiedene intrazelluläre Mechanismen eine Zellzerstörung. Zusätzlich kommt bei Zevalin die Wirkung der radioaktiven Strahlung hinzu.

Therapieverfahren und Ablauf:

Der eigentlichen Therapie mit Zevalin gehen zwei Infusionen mit nicht radioaktiv markiertem Rituximab voraus. Jeweils genau eine Woche vor (Tag 1) der Applikation von Zevalin und am eigentlichen Therapietag selbst (Tag 8) wird Rituximab intravenös appliziert. 1-4 Stunden nach der zweiten Rituximabgabe wird ebenfalls über einen Venenzugang das Zevalin infundiert.

Die Therapie wird tagesstationär durchgeführt.  Sie werden während und über einen Zeitraum von etwa 2 Stunden nach der Therapie kontinuierlich auf unserer nuklearmedizinischen Therapiestation überwacht.

Die Nachkontrolle und Weiterbehandlung erfolgt in der Regel durch die behandelnden Kollegen der Hämatoonkologie.

Vorbereitung:

Zur Vorbereitung ist eine Reihe von Blutuntersuchungen sowie die Prüfung der Daten der Vorbehandlung (erfolgte Bestrahlung oder Chemotherapie) von Bedeutung. Da die Planung der Therapie in enger Absprache mit den behandelnden Kollegen der Hämato-Onkologie erfolgt, werden die erforderlichen Untersuchungsergebnisse und Daten meist direkt von den Kollegen an den Nuklearmediziner weitergegeben. Sollten wir von Ihnen noch weitere Befunde benötigen, werden wir Ihnen dies beim Vorgespräch mitteilen.

Risiken und Nebenwirkungen:

Wie jede Therapie weist auch die Therapie mit Zevalin eine Reihe von möglichen Nebenwirkungen auf, die jedoch von Person zu Person individuell bewertet werden müssen.

Eine ausführliche Aufklärung und Beratung sowie Vorbereitung des stationären Aufenthaltes bieten wir Ihnen im Rahmen eines ambulanten Gesprächstermins an. 

Terminvereinbarung:

Die Terminvergabe zum ambulanten Vorgespräch unter der Tel. Nr. 09131 85-33416

Notwendige Dokumente:

Ambulantes Vorgespräch:

  • Bei gesetzlich versicherten Patienten Überweisungsschein
  • Krankenversicherungskarte
  • Falls vorhanden, Unterlagen über Erkrankung und bisherige Therapien
  • Falls vorhanden, aktueller Medikamentenplan
  • Falls vorhanden, bildgebende, z.B. radiologische Voruntersuchung auf CD plus zugehörigen schriftlichen Befund, wenn Untersuchung nicht am Universitätsklinikum Erlangen erfolgt.

Stationäre Aufenthalte:

  • Bei gesetzlich versicherten Patienten Einweisungsschein
  • Krankenversicherungskarte
 
Terminvereinbarung

Telefon: 09131 85-33416

 
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