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Erlanger Nuklearmediziner zweifach ausgezeichnet

Uni-Klinikum

Erlanger Nuklearmediziner zweifach ausgezeichnet

Dr. Christian Schmidkonz erhielt Cuno-Winkler- und Junge-Talente-Preis 2021

Die Deutsche Gesellschaft für Nuklearmedizin e. V. hat Dr. Christian Schmidkonz, Assistenzarzt in der Nuklearmedizinischen Klinik (Direktor: Prof. Dr. Torsten Kuwert) des Universitätsklinikums Erlangen, im Rahmen ihrer Jahrestagung 2021 mit dem Cuno-Winkler-Preis für die beste prospektive Studie und mit dem Junge-Talente-Preis als besten deutschen Nachwuchswissenschaftler im Fachgebiet Nuklearmedizin ausgezeichnet.

Den Cuno-Winkler-Preis 2021 erhielt Dr. Schmidkonz für seine Arbeit „Assessment of treatment responses in children and adolescents with Ewing sarcoma with metabolic tumor parameters derived from 18F-FDG-PET/CT and circulating tumor DNA“. Diese Studie führte Christian Schmidkonz gemeinsam mit Prof. Dr. Markus Metzler und PD Dr. Manuela Krumbholz von der Kinder- und Jugendklinik (Direktor: Prof. Dr. Joachim Wölfle) des Uni-Klinikums Erlangen durch; sie wurde im European Journal of Nuclear Medicine and Molecular Imaging publiziert. Wie die prospektive Studie erstmalig zeigt, sind das Bildgebungsverfahren 18F-FDG-PET/CT und die zirkulierende Tumor-DNA exzellente Marker für das Ewing-Sarkom – einen bösartigen Knochentumor. Durch diesen wissenschaftlichen Nachweis eröffnen sich den Erlanger Forschern neue Möglichkeiten für das nicht-invasive Monitoring der Erkrankung und insbesondere für die frühzeitige Erkennung eines Tumorrezidivs.

Der Junge-Talente-Preis 2021 ging ebenfalls an Dr. Schmidkonz, diesmal für seine Studie „68Ga-FAPI-04 PET/CT for molecular assessment of fibroblast activation and risk evaluation in systemic sclerosis-associated interstitial lung disease: a single-centre, pilot study“. Diese Forschungsarbeit wurde in Kooperation mit Prof. Dr. Jörg Distler, Dr. Christina Bergmann und Prof. Dr. med. univ. Georg Schett von der Medizinischen Klinik 3 – Rheumatologie und Immunologie des Uni-Klinikums Erlangen durchgeführt und im Fachjournal The Lancet Rheumatology publiziert. Mittels der FAPI-PET/CT konnte erstmalig gezeigt werden, dass die nicht-invasive Darstellung aktivierter Bindegewebszellen (Fibroblasten) bei systemischer Sklerose und Lungenfibrose in vivo, also am Patienten, möglich ist. Außerdem konnten die Wissenschaftler nachweisen, dass der Aktivierungsgrad der Fibroblasten mit der Krankheitsaktivität und ihrem Stadium sowie mit dem Therapieansprechen der Lungenfibrose korreliert. Die FAPI-PET/CT stellt somit das weltweit einzige Bildgebungsverfahren dar, das die molekulare Aktivität von aktivierten Fibroblasten im Patienten sichtbar machen kann. Nun erforscht das Erlanger Team den klinischen Einsatz der FAPI-PET/CT bei weiteren Erkrankungen wie der Myokardfibrose, der Rheumatoiden Arthritis, der Spondylarthropathie und der Psoriasisarthritis.

Ausgezeichnete Originalpublikationen:

https://link.springer.com/article/10.1007%2Fs00259-019-04649-1

https://www.thelancet.com/journals/lanrhe/article/PIIS2665-9913(20)30421-5/fulltext

Weitere Informationen:

Dr. Christian Schmidkonz
Telefon: 09131 85-33411
E-Mail: christian.schmidkonz(at)uk-erlangen.de